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Hier links zu sehen das Logo der Konditorei Fürst in Salzburg,
hier eingefügt ein Foto von Paul Fürst
Wußten Sie, dass der Erfinder der Mozartkugel ein Sierninger war?
Paul Fürst (* 1856; † 1941 in Salzburg), österreichischer Konditor, Erfinder der Mozartkugel
Paul Fürst war der Sohn des aus Dinkelsbühl in Bayern stammenden gelernten Baders Johann Fürst (* 1827; † 1868) und von Josefine Rehle (* 1822; † 1876), einer gebürtigen Salzburgerin, Tochter eines Hofglasermeisters.
Der Vater war erst 1849 nach Salzburg gekommen, hatte 1854 dort am „Medicinal Collegium“ die Approbation als Wund-
Nach dem Tod seines Vaters (er starb an Typhus und ist auf dem Petersfriedhof begraben) und der Mutter (auch seine beiden Geschwister starben schon im Kleinkindalter an Typhus) wuchs Paul Fürst bei seinem Vormund auf, dem ebenfalls in Salzburg lebenden Onkel Paul Weibhauser, der eine Konditorei in der Brodgasse 13 besaß. Vinzenz Rehle, der Schwiegervater von Pauls Vater, hatte das traditionsreiche Haus, es diente zeitweise als „Hofbäckerhaus“, 1830 erworben. Von Weibhauser erlernte Paul Fürst den Beruf des Konditors und bildete sich anschließend in den führenden Konditoreien der Metropolen Wien, Budapest, Paris und Nizza weiter.
1884 eröffnete er, wiederum in der Brodgasse 13, seine eigene Konditorei. Im Jahr 1890 kreierte Paul Fürst dort, nach eigenen Angaben in langen Versuchen, ein Praliné, bestehend aus Pistazien-
Schon bald kamen aufgrund des großen Erfolges zahlreiche Nachahmerprodukte anderer Konditoren auf den Markt. Da Paul Fürst seine Erfindung nicht hat patentieren lassen, ist der Name „Mozartkugel“ für sich allein rechtlich nicht geschützt.
Noch heute wird jedoch einzig in der immer noch im Familienbesitz befindlichen Konditorei Fürst am ursprünglichen Standort in der Brodgasse die „Original Salzburger Mozartkugel“ (dieser Begriff ist heute geschützt) nach dem überlieferten Rezept und mit der ursprünglichen Herstellungsmethode handgefertigt und nur an deren vier Standorten in Salzburg (sowie per Versand) verkauft, während die Nachahmerprodukte meist industriell produziert und in riesigen Stückzahlen gehandelt werden.
Nach seinem Ableben am 14. Februar 1941 wurde Paul Fürst auf dem Salzburger Kommunalfriedhof beigesetzt. In der Familiengruft am Petersfriedhof erinnert eine Gedenktafel an ihn.